
Paradies mit Schattenseiten
Sri Lanka - Perle im indischen Ozean, traumhafte Strände, Exotik pur. Doch das tropische Paradies hat auch seine Schattenseiten: Zahlreiche Straßenhunde und -katzen, die im täglichen Kampf ums Überleben krank, gefangen genommen, vergiftet, vergast oder von einen der unzähligen Auto- und LKW-Fahrer rücksichtslos überrollt werden. Für westliche Touristen werden Urlaubsträume wahr, für vierbeinige Streuner ist das Leben in Entwicklungsländern ein Albtraum.
 Ein Streunerhund auf den Strassen Sri Lankas. Fast meint man, sein überlebensnotwendiges Mißtrauen und seine Vorsicht zu spüren
Doch es gibt Hoffnung. Engagierte Tierschützer haben sich in der AWPA (Animals' Welfare and Protection Association) zusammengeschlossen. Finanziell werden sie von kleinen Organisationen, wie Lanka cats and dogs e.V. in Deutschland, finanziell unterstützt. Als Mitglied dieser Organisation reiste ich im Februar nach Sri Lanka, um mir ein Bild von den Aktivitäten der Gruppe vor Ort machen zu können.
 Animal Home 1, das ältere der beiden Tierheime der AWPA
Gemeinsam mit Hemantha Jayatilaka, der Vorsitzenden der AWPA, besuchte ich die beiden Tierheime in Colombo. Im ersten Tierheim leben rund 140 Hunde und 40 Katzen auf engstem Raum. Aber es gibt kaum Käfige und Drahtgitter, die Hunde leben friedlich zusammen. Es existiert ein Garten und eine überdachte Halle. Nur die Welpen werden in einem abgezäunten Bereich aufgezogen. „Die Leute wissen, dass wir uns hier um die Tiere kümmern. Doch es kommt auch immer wieder vor, dass junge Hunde einfach über die Mauer geworfen werden“, sagt Jayathilaka. Rund um die Uhr ist ein Hausmeister da, der mit auf dem Grundstück wohnt, sich um die tägliche Futter- und Wasserrationen kümmert und natürlich auch für Streicheleinheiten zuständig ist.
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