
Paradies mit Schattenseiten
 Diese Katze fand im Katzenhaus der AWPA ein sicheres Zuhause
Manche Vierbeiner - Hunde wie Katzen - kommen auf mich zu, wollen berührt und gestreichelt werden und bleiben die ganze Zeit an meiner Seite. Die Vorsitzende erklärt mir, dass diese Geschöpfe an Menschen gewohnt sind, entweder wurden sie ausgesetzt oder die Besitzer sind gestorben. Andere Tiere sind schüchtern und verängstigt, sie haben Schlimmes erlebt. Keines der Tiere ist aggressiv oder bösartig. Das fällt mir sofort auf, und ich habe keine Scheu, mich inmitten des Rudels von rund 100 Hunden aufzuhalten.
 Rund ein Dutzend der weit über 100 Hunde, die im Animal Home 1 Schutz gefunden haben
Tamara ist Katzenliebhaberin und kommt täglich zum Helfen und Betreuen - ehrenamtlich! Vor Ort nennt man sie die Cat woman („Katzenfrau“). Ich lerne sie kennen, als sie eine halbblinde Katze an sich drückt, die genüsslich vor sich hin schnurrt. Egal, ob blind, halbblind oder deformiert, alle Vierbeiner finden hier ein Zuhause. Wenn es einem Tier schlecht geht, nimmt Tamara es auch schon mal mit nach Hause, um für es rund um die Uhr da sein zu können. Jetzt muss sich die „Katzenfrau“ um einen Hund kümmern, der verängstigt in einer Ecke lehnt. Sein Vorderbein ist nur noch ein verbundener Stumpf, am Tag vorher musste es amputiert werden. Die Tierschützer hatten ihn auf der Straße gefunden, angefahren, zum Sterben verdammt.
 Tamara mit ihrem Patientem, dem der Schock noch deutlich anzusehen ist
Eine hübsche weiße Hündin mit braunen Punkten und Schlappohren läuft auf drei Beinen auf mich zu. Es geht gut, sie ist schon an ihre Behinderung gewöhnt. Sie möchte von mir gestreichelt werden, und den Gefallen tue ich ihr natürlich. „Das Tierheim und besonders das Katzenhaus müssen dringend renoviert werden“, sagt Jayathilaka. Ich sehe die Risse in den Wänden. Putz fällt von der Decke. Eng ist es hier, doch für eine Erweiterung sei Platz da. Aber es fehlt an finanziellen Mitteln. „Tierarztbesuche, Futterkosten - jeden Monat benötigen wir für die beiden Tierheime rund 1.000 Dollar.“
 Die weiße Hündin mit amputiertem Vorderlauf. Die farbige Kennzeichnung auf dem Kopf markiert bereits geimpfte Tiere.
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